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Teuer, unnütz und verfassungswidrig

Liebe Regierung,

heute hat euer Rechtsausschuss also die Vorratsdatenspeicherung mal wieder durchgewunken. Jedenfalls knapp, mit extra aus dem Schlaf des Unwissenden gerissenen Abgeordneten, die extra herbei telefoniert wurden.

Frei von jeder Empfänglichkeit von Argumenten wird also wieder stur auf den Eisberg Verfassungsgericht zugehalten. Soll doch der Eisberg diesmal ausweichen.

Und als letzte Keule wird herausgeholt: natürlich die Kinderpornos mit Edathy als bestes Beispiel wie es nicht gehen soll.

Ihr seid so blind geworden: TTIP, VDS, WTF?! Scheuklappen sind da ja Brillen dagegen.

Vorratsdatenspeicherung und Datenhehlerei

Liebe Regierung,

ich mache mal keinen Hehl daraus (was ein Brüller!), dass euch anscheinend egal ist was eure Bürger von euch denken müssen.

Wieder mal wird die VDS auf den Weg gebracht und wird auch mit den aktuellen Anpassungen sicher wieder von Gerichten gekippt werden müssen. Und als Sahnehäubchen wird es diesmal den Whistleblowern besonders schwer gemacht. Ein Reporter der Material von diesen annimmt und daraus veröffentlicht, steht mit einem Bein gleich für drei Jahre im Knast. Da ist der Landesverrat als Vorwurf auch kaum noch schlimmer.

Als ob wir aktuell nicht andere Probleme und Sorgen hätten. Dadurch wird das Thema in den Medien sicher kaum Beachtung finden. Das wiederum habt ihr ja gut geplant.

Mit Vorratsdatenspeicherung auch Einbrüche aufklären

Liebe Regierung,

endlich gibt es keine Verbrechen mehr! In Zukunft wird schon im Vorfeld von Verbrechen die heilige Vorratsdatenspeicherung in ihrer allumfassenden Weissheit sogleich eine Drohne vom Himmel auf den Missetäter und sein Umfeld richten.

Wenn ich mich bei jedem Klick nun immer mehr beobachtet anstatt gesichert fühlen werde, ist die Vorratsdatenspeicherung daran schuld. Manch einer überlegt es sich nun noch öfter, ob er bestimmte Seiten besucht oder nach besonderen Begriffen forscht.

Am besten als Experiment mal mittels der einschlägigen Kartensysteme das reiche Stadtviertel vor Ort regelmäßig besuchen und auskunftschaften. Dann noch für den Winterurlaub eine Skimaske und zum Reinigen etwas Wasserstoffperoxid bestellen und auf das Türklingeln morgens um 4 warten.

Die Liste der damit angeblich zu verhindernden Verbrechen wird sich mit Sicherheit noch auf alles bis zum Falschparker erweitern. Letztlich ist dann jeder ein potentieller zukünftiger Verbrecher, der keinen Computer benutzt um Spuren auf Vorrat zu hinterlassen. Aber die kriegt ihr sicher auch noch.