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Meine Daten gehören wem?

Liebe Regierung,

auch wenn dieser Innenstaatssekretär das krude Motto fährt

Wir müssen aufhören, den Fluss von Daten zu schützen

so habe ich kein Mitleid mit Big-Data-Anwendungen. Es gibt genug Freiwillige, die via OptIn ihre Daten in die Welt posaunen möchten, aber dann bitte nicht als der Normalfall.

Meine Daten gehören natürlich mir, nur ich sollte darüber entscheiden dürfen und auf Wunsch darf Big Data mit dem Kauf-Rauschen auch rumspielen.

 

Datensouveränität oder Datenschutz?

Liebe Regierung,

was euer Siggi da wieder mal zum besten gegeben hat stimmt: „Datensparsamkeit passt nicht zu Big Data„!

Aber was werdet ihr daraus folgern? Genau: Weg mit der Sparsamkeit, denn Big Data bedeutet ja Arbeitsplätze! Industrie 4.0 und so. Aber nein: Die schafft ja nach aktuellen Studien eher Stellen ab. So ein Pech. Egal. Ihr werdet das mit dem Datenschutz schon kaputt bekommen. Gründe werden sein:

  1. big data
  2. gerechtere Maut
  3. innere Sicherheit
  4. Terrorismus
  5. Aber denkt doch an die Kinder!

Gehen Sie weiter …

Liebe Regierung,

der Stil wie heute wohl leider das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung durchgewunken wird, erinnert mich an diese Straßenszene:

Gehen Sie weiter, es gibt hier nichts zu sehen, nichts zu diskutieren und wir haben es eilig. Gehen Sie weiter zur nächsten Abstimmung.

Die satte Königinnenmehrheit wird das VDS Gesetz sicher durchwinken, man hat es ja eilig vor der Sommerpause. Und dann wird sich wieder jemand von so Randgruppen wie der FDP oder gar den Piraten finden und bis vor das Bundesverfassungsgericht ziehen und klagen müssen. Und sicher wird auch diesmal dieses Gesetz vor den Gerichten keinen Bestand haben.

Aber bis dahin verdirbt es jede freie Kommunikation im Netz, wird den verdammten Abmahnern in die gierigen Hände spielen und Journalisten ihre geheimen Quellen versiegen lassen.

Leider besteht das Netz ja nicht nur aus Katzenvideos, sonst hätten wir es alle leichter. OK, bis auf ein paar Allergiker.

Websites mit Pixel-Durchfall

Liebe Regierung,

wenn Ihr mal demnächst den Datenschutz der Neuland-Bürger optimieren wollt, ich hätte da einen Wunsch:

Anstelle irgendeine sinnfreie Cookie Regulierung auf EU Ebene halb umzusetzen, bitte dem Übermaß an Webtracking Pixeln einen Riegel vorschieben.

Aus eigener Erfahrung von vor und hinter dem Bildschirm: Es ist einfach furchtbar wie viel von jedem Klick und jedem Besuch mancher Betreiber von Pixelgräbern wissen möchte. Eigentlich gehört sowas mal komplett abgeschafft. Wer seine User kennen lernen möchte, soll sie sich registrieren lassen und lokal in seinem Server dann abzählen. Jegliches Pixel zu dritten gehört in die Tonne getreten.

Und Besucherströme kann man als Werbetreibender auch prima nur über die Einstiegs-URL tracken, das langt schon.

Aber wem erzähle ich das: Ist ja alles Neuland. Sorry.